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WASG

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Dortmund 2007
WASG Bundesparteitag - Gründungsparteitag DIE LINKE
WASG Bundesparteitag in Berlin
Danksagungen und Schluss des WASG-Parteitags (Freitag) PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Juni 2007 - 22:41 Uhr

Der geschäftsführende Vorstand dankt allen Helfern im Hintergrund (Mitgliederverwaltung, Buchhaltung, Bürounterstützung, Parteitagsorganisation), den gegenwärtigen und den früheren Vorständen, den Gründern der Partei, der Newsletter-Redaktion, dem Pressesprecher, dem Datenschutzbeauftragten und Webmaster, dem Rechtsanwalt der Partei, den Juristen, die den Parteibildungsprozess begleitet hat, den Delegierten, den Kreisverbänden, allen Mitgliedern... Christine Buchholz wünscht auch Lucy Redler und der BASG viel Glück. "Wir sind gekommen um zu bleiben..."

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Schlusswort von Oskar Lafontaine: Ohne die WASG gäbe es die DIE LINKE nicht, und ohne die Linke würde sich die Politik nicht verändern. Als nächstes braucht die Partei viele neue Mitglieder vor allem im Westen, damit die WASG wirklich "auf Augenhöhe" mit der Linkspartei.PDS verkehrt. Drittens: Es gibt nicht mehr "die" und "wir", sondern nur noch "Wir". Oskar Lafontaine bittet die Delegierten, morgen die Vorschläge der Linkspartei für den Parteivorstand und die Kommissionen durchzuwählen.

Der Parteitag endet um 22:40 Uhr. Damit ist auch die WASG Geschichte.

Morgen um 9 Uhr geht es weiter auf dem Gründungsparteitag der Partei DIE LINKE

 
Anträge PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Juni 2007 - 22:07 Uhr

Die Wahlen sind beendet. Volker Schneider dankt im Namen der Wahlkommission den Delegierten für die disziplinierte Mitarbeit und Firma, die das elektronische Wahlsystem (TED) zur Verfügung gestellt hat, für die gute Zusammenarbeit. Der Parteitag ist noch beschlussfähig.

 Behandlung der Initiativanträge 1 bis 4:

"Gekommen, um zu bleiben": Der Antrag wird mit großer Mehrheit angenommen.
"Bundeswehr raus aus Afghanistan": Der Antrag wird ebenfalls mit großer Mehrheit angenommen.
 Initiativantrag zu den G8-Protesten: Der Antrag wird mit großer Mehrheit angenommen.
"Solidarität mit den Beschäftigten von KarstadtQuelle in Nürnberg/Fürth": Ebenfalls mit großer Mehrheit angenommen.

 Behandlung der Anträge:

  

"Rückführung der Energiekonzerne in öffentliches Eigentum": Fast einstimmig angenommen. 

 
Wahlen zur Finanzrevision PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Juni 2007 - 21:45 Uhr

Zur Finanzrevision kandidieren

Thomas Händel
Astrid Kraus
Bernd Mehrling
Nicole Röhrig

Vier Plätze sind von der WASG zu besetzen. 

Im ersten Wahlgang erhalten von 230 abgegebenen gültigen Stimmen

Thomas Händel (192 Stimmen/83,5%)
Astrid Kraus (173/75,2%)
Nicole Röhrig (134/58,3%)

Im zweiten Wahlgang mit 204 abgegebenen gültigen Stimmen erhält Bernd Mehrling die erforderlichen 89 Stimmen (43,6%).

 
Wahlen zur Schiedskommission PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Juni 2007 - 21:28 Uhr

Für die sechs Plätze in der Schiedskommission kandidieren die folgenden neun Mitglieder:

Manfred Coppik
Dorothee Diehm
Jürgen Egener
Maike Lüdemann
Dieter Müller
Ernst Reuß
Kral-Heinz Strohmeier
Hendrik Thomé
Sibylle Wankel

Im ersten Wahlgang werden bei 277 abgegebenen gültigen Stimmen gewählt

Maike Lüdemann (209 Stimmen/75,5%)
Manfred Coppik (193/69,7%)
Dorothee Diehm (177/63,9%)
Sibylle Wankel (168/60,6%)

Im zweiten Wahlgang muss die Frauenquote nicht mehr beachtet werden. Bei 250 abgegebenen gültigen Stimmen erhalten

Hendrik Thomé (109/43,6%)
Dieter Müller (94/37,6%)

 
Ergebnisse der Wahlen zum erweiterten Bundesvorstand PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Juni 2007 - 21:24 Uhr

Im ersten Wahlgang erreichen bei 338 abgegebenen gültigen Stimmen die folgenden sieben Kandidatinnen und Kandidaten die erforderliche 50%-Mehrheit (179 Stimmen):

Janine Wissler (270 Stimmen/79,9%)
Sophie Dieckmann (232/68,8%)
Sabine Lösing (221/65,4%)
Jürgen Klute (213/63,0%)
Anny Heike (206/60,9%)
Michael Schlecht (187/55,3%)
Heidi Scharf (187/55,3%)

Im zweiten Wahlgang genügt die relative Mehrheit. Bei 305 abgegebenen gültigen Stimmen werden gewählt:

Axel Troost (153/50,2%)
Brigitte Ostmeyer (152/49,8%)
Ralf Krämer (129/42,3%)
Thies Gleiss (125/41,0%)
Marc Mulia (123/40,3%)
Fritz Schmalzbauer (120/39,0%)
Peter Erlansson (119/39,0%)
Britta Pietsch (116/38,0%)
Elke Theisinger-Hinkel (109/35,7%)

 
Wahlen zum erweiterten Bundesvorstand PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Juni 2007 - 18:04 Uhr

Für die 16 WASG-Posten im erweiterten Bundesvorstand der Partei DIE LINKE kandidieren: 

Aydin, HüseyinKlute, Jürgen Scharf, Heidi
Bütefür, JörgKrämer, Ralf Schlecht, Michael [audio ]
Dieckmann, SophieLehmann, Marco Schmalzbauer, Fritz [audio]
Erlanson, PeterLösing, Sabine Theisinger-Hinkel, Elke
Falkenroth, Thomas Matzenau von, Wolf Thiel, Thomas
Gehle, Helmut Mulia, Marc Troost, Axel [audio ]
Gleiss, Thies [audio ]
Nees, Martin Waldheim, Thomas
Gonder, Axel Ostmeyer, Brigitte Weck, Felicitas
Heidtmann, Birger Pietsch, Britta Wissler, Janine [audio ]
Heiermann, AstridRingel, Peter 
Heike, Anny [audio ]Sacher, Martina 

 Monique Trödel, Gewerkschafterin von der Bremer Linken, am 8. Juni in die Bremer Bürgerschaft eingezogen, gleichberechtigte Fraktionsvorsitzende, dankt, als parteilose WASG-Kandidatin, der großen Wahlkampfunterstützung durch die WASG-Mitglieder.

Es folgen die Bewerbungsreden der Kandidatinnen und Kandidaten.

Besonderes Schmankerl: Die Kandidatur von Peter Ringel:

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zum "Antörnen" die Rede von Peter Ringel auch als Audiodatei:

 
Wahl des geschäftsführenden Parteivorstands ohne Geschäftsbereich PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Juni 2007 - 18:00 Uhr

Für den geschäftsführenden Parteivorstand der neuen Partei kandidiert zuletzt Christine Buchholz.

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Sie wird mit 78,8% der Delegierten-Stimmen gewählt.

Rede Christine Buchholz als Audiodatei:

 
Wahl des geschäftsführenden Parteivorstands mit Schwerpunkt "West" PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Juni 2007 - 17:44 Uhr

Uli Maurer betont in seiner Kandidatenrede die Bedeutung der West-Expansion der neuen Partei und die Bedeutung der Mitglieder für eine Partei. Erstes Ziel ist die Verdoppelung der Mitgliedschaft im Westen. Von der "Kümmererpartei" Linkspartei.PDS kann die WASG, dass man sich um die Menschen "kümmern" muss, sei es um Arbeitslose oder um Flüchtlinge in den Mühlen der Bürokratie. Die neue Partei muss ihre innerparteiliche Bildungsarbeit deutlich ausweiten.

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Uli Maurer erhält von 339 abgegebenen gültigen Stimmen 288 (85%).

Rede Ulrich Maurer als Audiodatei: 

 

 
Wahl des/der Finanzbeauftragten im geschäftsführenden Parteivorstand PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Juni 2007 - 17:33 Uhr

Thomas Händel schlägt für den Posten der Finanzbeauftragten Christel Rajda vor.

Christel berichtet in ihrer Bewerbungsrede von ihren Erfahrungen im Finanzwesen und im Landesvorstand NRW, die auch in der neuen Partei sehr von Nutzen sein können. Sie äußert ihre Wehmut über das Ende der WASG und die Hoffnung, die Ideen der WASG in die neue Partei transformieren zu können.

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 Von 328 gültigen abgegebenen Stimmen sind bei 57 Nein-Stimmen und 28 Enthaltungen 243 (74,1%) für Christel Rajda.

Rede Christel Rajda als Audiodatei:

 

 
Wahl zum Vorschlag für den zweiten stellvertretenden Parteivorsitz PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Juni 2007 - 17:24 Uhr

Zum zweiten stellvertretenden Parteivorsitzenden wird Klaus Ernst vorgeschlagen. Er bittet in einer 20sekündigen "vorbildlichen" (das Präsidium) Rede um das Vertrauen der Delegierten.

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Für Klaus Ernst stimmen 74,8% der Delegierten. Unter den standing ovations der Delegierten nimmt er die Wahl an.

 
Wahl zum Vorschlag für den stellvertretenden Parteivorsitz PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Juni 2007 - 17:22 Uhr

Für den stellvertretenden Parteivorsitz kandidiert Ulrike Zerhau, Gewerkschafterin und nach 29 Jahren Mitgliedschaft aus der SPD ausgetreten. Ulrike meint, die Partei müsse vor allem für Frauen attraktiver werden, auch bei den Wahlen; die Quotierung ist ein erster wichtiger Schritt, reicht aber nicht aus.

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Ulrike Zerhau wird bei 80 Nein-Stimmen und 48 Enthaltungen mit 208 von 336 gültigen abgegebenen Stimmen (61,9%) gewählt.
Rede von Ulrike Zerhau als Audiodatei:

 

 
Wahl zum Vorschlag für den Parteivorsitz PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Juni 2007 - 16:45 Uhr

Thomas Händel schlägt Oskar Lafontaine als Kandidaten für den Parteivorsitz vor. Andere Kandidatenvorschläge gibt es nicht.

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Oskar Lafontaine hält seine Bewerbungsrede für den Parteivorsitz mit drei Schwerpunkten.

Außenpolitik: Lafontaine bezieht sich auf Willy Brandts Diktum "von deutschem Boden darf kein Krieg mehr ausgehen" und beklagt den "Menschenrechtsbellizismus" der regierenden Parteien, auch der Grünen, die Menschenrechte mit Kampfeinsätzen verteidigen wollen. Er fordert den bedingungslosen Abzug der aller Truppen aus Afghanistan und stellt fest, dass Deutschland als inzwischen drittgrößter Waffenexporteur der Welt erst die Aufrüstung befördert und dann die Bundeswehr in Krisengebiet entsendet.

Wiederherstellung des Sozialstaats: Der Sozialstaat, der sich um die Alten, die Schwachen, die Arbeitslosen und die Kranken kümmert, hatte nach dem Zweiten Weltkrieg die Wirkung einer nationalen Identitätsstiftung. Die anderen Parteien haben diesen Sozialstaat in den letzten Jahren systematisch zerstört, die Rente, die Arbeitslosenversicherung, die Krankenversicherung schwer beschädigt. Diese Vorgänge werden dann euphemistisch mit dem Wort "vorsorgender Sozialstaat" belegt. Nach dem letzten Bericht der OECD, einer neoliberalen Organisation mit Sitz in Paris, haben Niedriglohnbeschäftigte in Deutschland die niedrigste Rentenquote aller Industrieländer. Die Bekämpfung der Armut auch im Alter und die Wiederherstellung der Rentenformel sind unsere Aufgabe.

Ökologische Erneuerung der Industriegesellschaft: Diese Aufgabe bearbeiten auch die Grünen mit ihrer "ökologischen Marktwirtschaft" nicht, denn die dauernde Expansion der Wirtschaft kann nicht funktionieren. Nur DIE LINKE stellt die Systemfrage. Die Netze in leitungsgebundenen Wirtschaftszweigen müssen unter staatlicher Aufsicht stehen und dürfen nicht privatisiert werden.

 Wenn Demokratie bedeutet, die Interessen der Mehrheit zu vertreten, dann ist die parlamentarische Demokratie gescheitert. Eine Mehrheit der Deutschen fühlt sich nicht mehr von der Politik repräsentiert. Weil Amtsträger zum "Abgehobensein" neigen, will DIE LINKE bei wichtigen Richtungsentscheidungen Urabstimmungen durchführen. Die Partei soll als Markenzeichen die "Partei der direkten Demokratie" sein.

Oskar Lafontaine wird mit 93,8% der abgegebenen Stimmen gewählt.

Rede Oskar Lafontaine als Audiodatei:

 
Abstimmung über die Wahlordnung PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Juni 2007 - 16:41 Uhr
Nach einem kurzen Spendenaufruf von Monty Schädler (Organisator der G8-Proteste) stimmt der Parteitag fast einstimmig der geänderten Wahlordnung zu. Vor der Wahl zum Parteivorstand wird ein Antrag auf Redezeit-Erweiterung auf 10 Minuten für die KandidatInnen mit Mehrheit angenommen.
 
Anträge zu den Wahlen PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Juni 2007 - 15:21 Uhr

Die Antragsberatungskommission stellt die Anträge zur Wahl vor.

In einem der Anträge wird gefordert, dass die Mandatsträgerquote im Bundesvorstand der neuen Partei auf 30% verringert werden solle. Diese Quote soll auch nach dem "Ende" der WASG in der Partei DIE LINKE weiter gelten. Bernd Rixinger, Landessprecher der WASG Baden-Württemberg, spricht für diese striktere Trennung von Amt und Mandat. Es folgt eine engagierte Diskussion über diesen Punkt in weiteren fünf Redebeiträgen (insgesamt drei für und drei gegen die Trennung von Amt und Mandat). Oskar Lafontaine weist darauf hin, dass sich die Grünen trotz der Trennung von Amt und Mandat von ihrem "heimlichen Vorsitzen" Joschka Fischer haben bestimmen lassen; DIE LINKE plant, zur innerparteilichen Demokratisierung das Instrument der Mitgliederbefragung in der neuen Partei zu etablieren. Alle Redner sind sich einig, dass zuviel Macht für die Mandatsträger nicht wünschenswert ist, aber Klaus Ernst als Parteigründer dem neuen Vorstand unbedingt angehören müsse.

Nach der mehrheitlichen Abstimmung zugunsten des geltenden Satzungstextes bleibt es bei der 50%-Quote für Mandatsträger.

Redebeitrag Oskar Lafontaine:  

 

 
Aussprache zum Bericht des Bundesvorstands PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Juni 2007 - 14:37 Uhr

Im Verlauf der Aussprache stellt u. a. die "WASG-Rebellin" Lucy Redler fest, dass sich die entstehende Partei "anmaßend" DIE LINKE nennt,  als gäbe es keine andere Linke, erkennt aber die Erfolge der Partei im Westen, z. B. in Bremen, an. Lucy wird der neuen Partei nicht beitreten, sondern den Protest gegen die Politik des rot-roten Berliner Senats in der (neu gegründeten) BASG fortsetzen. Von Lucy Redler und von Thies Gleiss wird Kritik an der Konzentration der Partei auf die parlamentarische Arbeit geäußert.

Nach den neuesten Umfragen ist die neue Partei inzwischen bundesweit die drittstärkste - und das bereits vor ihrer Gründung!

Anmerkung: Dies ist die korrigierte Version des Beitrags. Zuvor waren wir einem Missverständnis aufgesessen und hatten berichtet, "die WASG-Rebellin Lucy Redler [kündigte] an, trotz aller Kritik an der entstehenden Partei [...] DIE LINKE [...] beizutreten [...]". Diese Meldung war falsch.

 
Einführung in das elektronische Wahlverfahren PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Juni 2007 - 14:26 Uhr

ImageVolker Schneider (Wahlkommission): Da für den heutigen Tag viele Wahlen in einem knappen Zeitrahmen geplant sind, soll eine elektronisches Wahlsystem verwendet. Dabei gibt es natürlich kritische Fragen nach der Sicherheit gegen Manipulationen, Anonymität bei der Wahl und die Zuverlässigkeit der Geräte. Volker hat zusammen mit dem Datenschutzbeauftragten Hanno Bolte die Sicherheit und Anonymität geprüft; die Geräte sind nicht den Delegierten zuordenbar. Das System wurde auch in der Schweiz erfolgreich getestet.

Zur Vorstellung des Geräts und der Bedienung wird in einer Testabstimmung der Oberbürgermeister bzw. die Oberbürgermeisterin von Entenhausen gewählt.

 
Bericht des Frauenplenums PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Juni 2007 - 14:08 Uhr
Das Frauenplenum hat am 14. Juni 2007 getagt. Im Konsens wurde so abgestimmt, dass keine Kandidatinnen gegen die männlichen Vorschläge für die beiden Parteivorsitzenden, Oskar Lafontaine und Lothar Bisky, antreten werden.
 
Bericht des Bundesvorstands (Klaus Ernst) PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Juni 2007 - 13:58 Uhr

Klaus Ernst: DIE LINKE repräsentiert die Mehrheit der Bevölkerung in Fragen der "Rente mit 67", der Gesundheitsreform und der Kriegseinsätze in Afghanistan. Erst durch DIE LINKE kommen Themen wie der Mindestlohn und die soziale Gerechtigkeit wieder auf die Agenda des Bundestages und der Politik. Bei den Landtagswahlen in Bremen hat DIE LINKE einen überraschend hohen Erfolg eingefahren.

ImageAuch bei den G8-Protesten war DIE LINKE gut sichtbar vertreten. Geklärt werden muss noch, ob im "Schwarzen Block" Provokateure der Polizei versteckt waren und ob tatsächlich Polizisten im Vorfeld durch schlechte Behandlung absichtlich auf die Demonstrationsteilnehmer aggressiv gemacht wurden.

Klaus Ernst versichert die Beschäftigten der Telekom, die jetzt für die jahrelangen Fehler des Vorstands büßen sollen, der unverbrüchlichen Solidarität der Partei DIE LINKE. Dass die WASG von ver.di zu den Telekom-Beschäftigten ein- und Redner der SPD von den 1.-Mai-Feiern ausgeladen werden, ist ein großer Erfolg und ein deutliches Zeichen, dass sich die Gewerkschaften der neuen Partei zuwenden.

Klaus Ernst bedankt sich ausführlich und ausdrücklich bei den vielen ehrenamtlichen und vor allem den angestellten Mithelfern für die unermüdliche Arbeit bei der Mitgliederverwaltung und den Finanzen. Die WASG ist die erste Partei seit 1945, deren Rechenschaftsbericht sofort und nicht erst nach Nachbesserung vom Bundestagspräsidenten anerkannt wurde. In den Verhandlungen mit der Linkspartei.PDS konnte erreicht werden, dass alle Beschäftigungsverhältnisse der WASG in der neuen Partei fortgeführt werden.

Nach der neuen Satzung dürfen maximal 50% des Parteivorstands (und der anderen Ämter) von Mandatsträgern besetzt sein. Weil die WASG diese Quote mit ihren Vorschlägen nicht zu füllen plant, möchte die Linkspartei.PDS "ihre" Vorstandsposten zu mehr als der Hälfte mit Mandatsträgern besetzen. Diese Quotierung wäre zwar nach Satzung zulässig, aber Klaus Ernst appelliert eindringlich an die Linkspartei.PDS, nicht gegen den Geist der gemeinsamen Vereinbarungen zu verstoßen.

Klaus Ernst: "Die WASG ist der spannendere Teil der neuen Linken."

Rede Klaus Ernst als Audiodatei:

 

 
Begrüßung durch das Präsidium PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Juni 2007 - 13:29 Uhr

Maike Lüdemann beginnt den Parteitag mit einem Rückblick auf frühere Parteitage. Das anfängliche Misstrauen ist in den letzten drei Jahren verschwunden. Ein bisschen Wehmut gibt es an diesem letzten WASG-Parteitag.

Der Bundesparteitag bestätigt mit großer Mehrheit die Wahl- und Mandatsprüfungskommission.

Die auf dem letzten Parteitag im März in Dortmund beschlossene Geschäftsordnung wird mit kleinen Änderungen (zum Punkt "Wortmeldungen") fast einstimmig vom Parteitag bestätigt.

Initiativanträge brauchen Unterschriften von 10% der Delegierten (40 Unterschriften). Gästen wird vom Parteitag (bei 10 Gegenstimmen und 15 Enthaltungen) das Rederecht erteilt.

Maike Lüdemann begrüßt Oskar Lafontaine als Gast auf dem Parteitag.

Die korrigierte Tagesordnung wird bei 3 Gegenstimmen und 9 Enthaltungen verabschiedet.

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Grußwort von Detlef Baade PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Juni 2007 - 13:27 Uhr
Es folgt ein Grußwort von Detlef Baade von ver.di Hamburg, der sich mit Nelken bei Christine Buchholz für die Organisation der G8-Proteste bedankt. Detlef Baade hatte am Hamburger Hafen den Streik gegen das "Port Package" der EU geleitet.
 
Begrüßung und Beginn des Parteitags PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Juni 2007 - 13:22 Uhr

ImageUm 13:15 Uhr, etwas verspätet, begrüßt Christine Buchholz im Namen des Geschäftsführenden Bundesvorstands der WASG die anwesenden Delegierten. DIE LINKE ist im Westen angekommen - und wird bleiben. Danke an die Kollegen in Bremen! DIE LINKE war bei den G8-Protesten vertreten, DIE LINKE ist die einzige Partei, die mit der Mehrheit der Bevölkerung gegen den Krieg in Afghanistan eintritt. Noch ein Grund, warum DIE LINKE bleiben wird: Gestern hat es die SPD im Bundestag geschafft, gegen ihren eigenen Antrag für Mindestlöhne zu stimmen; lediglich vier aufrechte Genossen haben für den Wortlaut ihrer eigenen Unterschriftenaktion gestimmt. Die CDU/CSU hat erwarteterweise für die Kapitalinteressen und gegen den Mindestlohn gestimmt.

Der Parteitag bestätigt das vorgeschlagene Parteitagspräsidium.

 
Jetzt geht's los ... PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Juni 2007 - 13:12 Uhr
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Tagesordnung 15.06.2007 PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 30. Mai 2007 - 23:16 Uhr
Freitag 15. Juni 2007 von 13 Uhr bis 22 Uhr im Estrel Convention Center in Berlin

Der Bundesvorstand der WASG schlägt für den außerordentlichen Parteitag folgende (korrigierte) Tagesordnung vor: 

13:00 – 13:45 Uhr

Eröffnung und Konstituierung des außerordentlichen Parteitages (Christine Buchholz)

Grußwort und Eröffnung durch das Präsidium 

13:45 – 14:00 Uhr

Bericht des Bundesvorstandes zum Stand des Parteibildungsprozesses (Klaus Ernst)

Bericht des Frauenplenums 

14:00 – 14:30 UhrAussprache zum Bericht
14:30 - 19:00 UhrErstellung eines Personalvorschlages der WASG für den Parteivorstand der Partei DIE LINKE; darin
14:30 – 16:30 UhrWahl von 6 Kandidatinnen und Kandidaten der WASG für den geschäftsführenden Parteivorstand, darunter
- ein Parteivorsitzender
- zwei stellvertretende Parteivorsitzende
- drei weitere geschäftsführende Vorstandsmitglieder
16:30 – 19:00 UhrWahl von 16 weiteren Kandidatinnen und Kandidaten der WASG für den Parteivorstand
19:00 – 20:00 UhrAbendessen
20:00 – 20:30 UhrWahl der Kandidatinnen und Kandidaten der WASG für die Bundesschiedskommission der Partei DIE LINKE
20:30 – 21:00 UhrWahl der Kandidatinnen und Kandidaten der WASG für die Finanzrevisionskommission der Partei DIE LINKE
21:00 – 21:30 UhrBehandlung weiterer Anträge und Beschlussfassung